Infos zu den Volksentscheiden, Fahrrad-Initiativen und tollen Einzelaktionen findest Du unter:

volksentscheid-fahrrad.de, radentscheidmuenchen.de und fahrrad-initiativen.de

 

Was läuft in Deiner Stadt?

Wenn man das ändern will, muss man sich Städte wie Kopenhagen oder Amsterdam anschauen, oder − mit weiten Abstrichen − deutsche Städte wie Bremen, Münster oder Freiburg. Für eine gute Fahrradförderung braucht es den politischen Willen, eine gute Planung und ausreichend Geld.

 

Zum Vergleich: Nach einer Erhebung von Greenpeace lagen die jährlichen Ausgaben pro Einwohner*in bei den sechs großen Städten Stuttgart, München, Frankfurt, Köln, Hamburg und München im Schnitt bei nur 3,70€. In Kopenhagen mit 35,60€ zehnmal so hoch.

Aber einige Städte schalten ab sofort ein paar Gänge hoch. In Berlin wurde im Juni 2016 mit 105.000 Unterschriften ein Volksbegehren eingereicht. In Verhandlungen mit der später gewählten neuen Landesregierung wurde erreicht, dass die wesentlichen Forderungen in einem Mobilitätsgesetz festgelegt wurden. In München wurde mit 160.000 Stimmen ein Volksbegehren für eine deutlich verbesserte Radinfrastruktur eingereicht (für den Antrag hätten schon 30.000 Stimmen ausgereicht).

Wesentliche Elemente einer auf Fahrradfahren ausgerichteten Kommune/Region sind:

  • Flächendeckende Einführung von Tempo 30 in Städten mit Ausnahme der Durchgangsstraßen (eine entsprechende Gesetzesänderung kann nur auf Bundesebene erlassen werden)
  • ein stadtweites, lückenloses und engmaschiges Radverkehrsnetz, direkte Wegeführung ohne Umwege, Radschnellwege ohne Kreuzungen und Brücken, gut beschilderte Fahrradrouten
  • sichere, breite und komfortable Radwege, sichere, komfortable und stressfreie Kreuzungen und Einmündungen 
  • sichere und ausreichend breite Radwege (Mischverkehr nur in Tempo-30-Zonen mit wenig Autoverkehr; bei hohem Verkehrsaufkommen auf Radfahrstreifen, bei höheren Geschwindigkeiten und / oder hohem Verkehr auf baulich getrennten Radwegen, am besten mit Trennelementen wie Pollern oder Blumenkübeln),
  • Radwege prioritär freihalten (bei Baustellen, Umleitungen, im Winter beim Schneeräumen…)
  • Bevorzugung bei Ampelschaltungen („Schwimmen auf der grünen Welle“) und sichere Führung an Kreuzungen
  • geeignete Anbindung und Schnittstellen mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Mitnahmemöglichkeit für Fahrräder,
  • ausreichende diebstahlsichere und witterungsgeschützte Radabstellanlagen (auf einen stillgelegten Pkw-Stellplatz passen fünf Räder …). 

 

Weil sich seit den 1900er-Jahren bis heute der Radverkehr mehr als verdoppelt hat und die E-Bikes meist mit höheren Geschwindigkeiten gefahren werden, kommt es zunehmend zu gefährlichen Überholsituationen auf oft zu engen Radwegen. Da die Entwicklung weitergehen wird und auch noch Lastenräder und E-Scooter dazu kommen, wird es vielfach nur eine Lösung geben: Einführung von Tempo 30 (möglichst flächendeckend) und Nutzung der Straße.

Und sowieso ist Radeln ökologisch: keine Treibhausgasemissionen, keine Schadstoffe, kein Lärm. Und selbst wenn man ein eigenes Auto hat, darf man es auch stehen lassen: Jeder nicht gefahrene Autokilometer entlastet die Umwelt.

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