Die Heizkostenbremse für Mieter*innen

By #klimaretten #klimaFAQ, Verhalten, Wohnung 1 Kommentar zu Die Heizkostenbremse für Mieter*innen

Auch als Mieter*in kann man die Wohnung energetisch upgraden. Mit nur vier einmaligen Kleinmaßnahmen und einer geringen Investition (einmalig 100 bis 150 Euro; je nach Wohnungsgröße) kann man den Heizenergiebedarf um 20 % – 30%  senken und eine Menge Geld sparen (ca. 200 – 300 € pro Jahr). Die Investition hat man schon im ersten Winter reingeholt. Und man lebt behaglicher und gesünder –  es zieht nicht mehr und die Gefahr von Schimmelbildung wird drastisch reduziert.

 

Und so geht es:
  1. Die durchschnittliche Raumtemperatur senken (kann man meist zentral an der Heizungssteuerungeinstellen, und natürlich kann jede*r in „seinem/ihrem“ Zimmer den Heizkörper tiefer ein-stellen). In der Küche reichen 18 Grad Raumtemperatur, im ansonsten nicht genutzten Schlaf-zimmer 15 bis 17 Grad. Pro Grad Temperatursenkung werden etwa 5 % Energie gespart.
  2. Noch einfacher und effizienter ist es, die gewünschte Temperatur auch noch zeitabhängig (z.B. bei regelmäßiger Abwesenheit) mit individuell programmierbaren Thermostatventilen automatisch einstellen. Das Austauschen der Thermostatventile ist leicht: einfach die alten Thermostatventile abschrauben und die neuen aufschrauben. Bei einem Umzug können Themostatventile mitgenommen oder an Nachnutzer*innen verkauft werden.  Damit kann man etwa 5 bis 15 % Energie sparen.
  3. In einem schlecht gedämmten Altbau sollte man die Heizkörpernischen isolieren  (z. B. mit einer aluminiumbeschichteten, mit einem Messer zuschneidbaren und möglichst dicken Dämmplatte) und undichte Fenster, Türen und Fugen mit selbstklebendem Schaumstoffmaterial abgedichten. Das geht ohne große handwerkliche Begabung; das Material gibt es in jedem Baumarkt.
  4. Etwa 15 bis 20 % der Heizenergie wird für Warmwasser bzw. das Aufheizen des Wassers genutzt. Hier kann man kräftig sparen (etwa 30 bis 50 % des Warmwassers und 5 bis 10 % der da-für notwendigen Heizenergie), wenn man duscht statt badet, möglichst kurz duscht und die Wassertemperatur niedriger einstellt. Besonders wirksam ist die Installation von Perlstrahlern, Durchlaufbegrenzern und Sparduschköpfen (da muss der Rest der Familie gar nichts aktiv machen …). Mit denen kann man quasi „automatisch“ Wasser sparen (da wird dem Wasserstrahl einfach Luft beigemischt, und der Wasserdruck und die Wasseroberfläche erhöht – bei gleich bleibendem Reinigungskomfort (bei Durchlauferhitzern und drucklosen Speichern geht das lei-der nicht bzw. nicht einfach da sollte man einen Handwerker fragen).
    Die Kosten sind niedrig: Perlatoren und Durchflussbegrenzer gibt es ab 2 Euro, Sparduschköpfe ab 20 Euro. Das Dämmmaterial kostet je nach Umfang 20 bis 50 Euro. Programmierbare Thermostatventile gibt es ab 20 Euro aufwärts.

Der eigene Energieverbrauch lässt sich mit der Checkertabelle ganz einfach einordnen!

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One comment
  • Besser Wohnen - #klimaretten
    Posted on 3. Juni 2020 at 14:38

    […] erfahrt ihr wie sich Heizenergie durch weniger Wohnfläche sparen lässt und was es mit der Heizkostenbremse für Mieter auf sich […]

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